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Brüssel möchte die europaweite Identifizierung im Internet fördern

February 21, 2011

Die EU-Kommission hat am letzten Freitag eine öffentliche Konsultation zur elektronischen Identifizierung (eID) und Authentifizierung eröffnet, an der man sich bis zum 15. April beteiligen kann – einfach hier den Fragebogen ausfüllen und/oder eine Stellungnahme einsenden.

Nach dem Start des biometrischenneuen ePersos in Deutschland möchte die EU-Kommission nun die Überprüfung der Identität für den digitalen Behördengang oder bei Internetgeschäften europaweit fördern. Die Kommission hat keine unmittelbare Zuständigkeit für nationale Ausweisgesetze. Da also keine Harmonisierung mittels Richtlinie herbeigeführt werden kann, sollen Fördermaßnahmen zumindest zu einer Interoperabilität der eID-Systeme in allen Mitgliedstaaten führen. Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, erklärte:

Ich heiße alle Beiträge zu der Frage willkommen, wie wir online die Identität und Unterschrift von Personen bei Käufen und Verkäufen und bei Verwaltungsgeschäften, bei denen es auf hohe Sicherheit ankommt, am besten überprüfen können. Ich möchte dazu beitragen, dass alle Europäer ohne die Befürchtung online gehen können, betrügerischen Machenschaften im Netz zum Opfer zu fallen.

Natürlich ist ein absoluter Schutz gegen Identitätsdiebstahl oder Betrug unmöglich. Einige Systeme aber, wie zum Beispiel der ePerso in Deutschland, möchten sich der Perfektion nähern. Deutschland beteiligt sich an dem von der EU geförderten Pilotprojekt STORK (Secure idenTity acrOss boRders linKed), das die grenzübergreifende Anerkennung von eID-Systemen in 18 europäischen Ländern ermöglichen will. Ziel der deutschen Beteiligung ist, den hohen Datenschutzstandard der eID-Funktion nach Europa zu transportieren.

In Frankreich schlug im letzten Sommer der Senator Jean-René Lecerf (UMP) vor, den Personalausweis (carte d’identité) mit biometrischen Informationen zu ergänzen und ihn für den Gebrauch im Internet fit zu machen. Zudem werden auch in unserem Nachbarland immer regelmäßiger Stimmen laut, die ein Vermummungsverbot im Internet oder eine Aufhebung der Anonymität von Bloggern fordern und sich über selbstgewählte Pseudonyme im Netz ärgern.


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